Strom: Saftige Preiserhöhungen geplant

480-250-stromPünktlich zum Jahreswechsel planen nach Angaben des Portals Verivox.de mindestens 40 Stromanbieter die Preise zum Jahreswechsel um durchschnittlich 5 Prozent zu erhöhen.

Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Verbrauch von 4000 kWh pro Jahr stehen dadurch Mehrbelastungen von 46 Euro ins Haus berichtet das Portal. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort, seit neun Jahren sind die Preise um 40 Prozent gestiegen.

Auch der fünftgrößte deutsche Energieanbieter EWE mit Sitz in Oldenburg / Niedersachsen plant kräftige Erhöhungen – die Preise in der Grundversorgung steigen pro Kilowattstunde von 20,47 Cent auf 23,09 Cent und der monatliche Grundpreis von 4,58 Euro auf 5,95 Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Oldenburg bekannt gab. Durchschnittlich sind so 14 Prozent mehr zu zahlen.

Und an Gründen hierfür mangelt es laut Konzern auch nicht. Der Anstieg der Netzentgelte, die deutlich höheren Kosten für erneuerbare Energien und die gestiegenen Einkaufspreise seien verantwortlich.

Auch andere große Versorger sind mit Partie: Vattenfall und EnBW. Primär in Baden-Württemberg aktiv erhöht EnBW  voraussichtlich um 7,5 Prozent für Privatkunden mit Sonderverträgen, Vattenfall will in Berlin 5,9 Prozent mehr, für Hamburger 4,4 Prozent.

Laut den Experten von Verivox.de ist dies nicht das Ende, denn noch eine bedeutende Anzahl kleinerer Versorger würde Preiserhöhungen zum Jahreswechsel ankündigen.

Erhöhten Beschaffungskosten als Grund zu nennen irritiert Verbraucherschützern, denn die Großhandelspreise für Stromverkäufer und Großkunden sind im vergangenen Jahr deutlich günstiger geworden. „Sowohl die Beschaffungsstrategie als auch die erhöhten EEG-Kosten können für die Energieversorger ein Problem darstellen“, sagt Peter Reese, Leiter Energiewirtschaft bei Verivox.de.

Erneuerbare Energien als Ursache –Umweltschützern weisen die Argumentation der Konzerne dagegen ab. Die Agentur für Erneuerbare Energien verwies darauf, dass die Förderung von Sonnen und Windkraft lediglich 5 Prozent des Strompreises ausmache.

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