Die Stromversorger kommen derzeit nicht aus den Schlagzeilen. Neben steigenden Preisen bescheinigt Ihnen nun eine Studie des des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) einen schlechten Service.
Gekämpft wird primär an der Preisfront, um neue Kunden zu locke oder bestehende zu binden. Der Service kommt dabei bei vielen Anbietern zu kurz.
Im Rahmen einer Service- und Tarifstudie, welche durch das Institut im Auftrag des Handelsblatts durchgeführt wurde, wurden 40 Stromanbieter getestet. Ziel der Studie war es, den besten überregionalen Stromanbieter und den besten Anbieter für Ökostrom zu ermitteln.
300 Euro sparen
Bei einem Verbrauch von 4500 KWh pro Jahr, was dem Verbrauch einer Familie mit zwei Kindern entspricht, lassen sich durch einen Wechsel des Anbieters bis zu 300 Euro sparen. Für Singles sind immerhin circa 160 Euro Sparpotential drin.
Der Preis hierfür – Mängel beim Service
Doch was ist der immaterielle Preis, den Kunden hierfür zahlen müssen? Die Servicewüste lebt. Kunden müssen sich darauf gefasst machen, dass die Tarife oft unübersichtlich sind, zudem dauert der Wechsel zu lange oder der Klassiker – die Hotline ist nur schwer zu erreichen.
Elf Unternehmen erhielten die Note „gut“
Kennen Sie die Stadtwerke Flensburg? Falls nicht sollten Sie sich informieren. Denn Das Unternehmen konnte im Test durch die professionelle Bearbeitung von E-Mails, bedienungsfreundliche Internetseiten sowie faire Vertragsbedingungen und Tarife punkten und ist somit Sieger der Studie in der Kategorie „überregionaler Anbieter“. Beim Tarif kamen die Stadtwerke auf Rang 13, beim Service auf den fünften.
In der Kategorie “Bester überregional aktiver Ökostromanbieter 2010″ konnte NaturWatt den Sieg einfahren.
Servicegewinner ist Naturstrom. E-Mail-Anfragen werden hier zügig und kompetent bearbeitet. Kunden profitieren zudem von kurzen Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen. 123energie geht als Gewinner beim Ökostrom hervor.
Ist Ihnen der Kundenservice nicht wichtig bekommen Sie bei Flexstrom günstige Tarife.
“Für viele Kunden ist die E-Mail eine wichtige Kontaktmöglichkeit und oft kostengünstiger und einfacher als ein Telefonat. Daher ist dieses Ergebnis besonders enttäuschend”, so Bianca Möller, Geschäftsführerin des Deutschen Instituts für Service-Qualität.
Die „Großen“ der Branche landeten mit ihren Billigablegern („E wie einfach“ von E.ON, Eprimo von RWE und Yello von EnBW) indessen nur auf durchschnittlichen Plätzen.
Quelle: Deutsches Institut für Service-Qualität im Auftrag des Handelsblatt/rf







