Kriminelle Produktfälscher kennen keinen Halt. Selbst vor Tupperware und Liebeskugeln gibt es gefälschte Ableger. Die dreistesten Fälschungen werden von der Aktion Plagiarius e.V. ausgezeichnet.
Je erfolgreicher ein Produkt, desto eher findet es auch Nachahmer. Aber zwischen nachahmen und frech klonen liegen doch noch Unterschiede. Seit mehr als 30 Jahren fahnden die Detektive von Plagiarius nach den Fälschungen und hat mittlerweile auch ein Museum mit den tollen Produkten eingerichtet.
Von der Aktion mit dem Plagiarius Preis geadelt zu werden ist dann doch nicht gerade schmeichelhaft aber Produktpiraterie erfreut sich größter Beliebtheit.
Die meisten Preisträger kommen aus China. Diese konnten sechs der elf Auszeichnungen nach Hause holen.
Auf den Plätzen
Auf Platz 1 steht ein Eiswürfelbehälter einer Haushaltswaren-Firma aus Schanghai – verdammt ähnlich dem „Originalprodukt“ von Tupperware.
Ähnlich wie Schwarzarbeit lässt sich das Ausmaß schwer beziffern. Doch Plagiarius verweist auf die Zoll-Statistik laut der 2008 Waren im Wert von 178 Millionen Euro sichergestellt wurden. Doppelt so viel wie im Jahr zuvor!
Doch man muss nicht nur nach China, Polen oder Japan fahren um Plagiate zu finden. Im bescheidenen Heilbronn vertreibt die Gesellschaft Friboss einen gefälschten Multimediasessel. Hierdurch reichte es immerhin für Platz drei. Auch die falsche Tupperware hatten zwei deutsche Händler im Angebot.
Die Aktion Plagiarius fordert höhere Strafen, um den Handel einzudämmen. Denn so fragt sich Herr Busse, Initiator von Plagiarius: „Was ist eine nachgemachte Isolierkanne wert, die nicht isoliert, oder eine Sonnencreme ohne UV-Schutz?“
Die aktuellen Gewinner finden Sie hier








Ich habe mir die Exponate heute auf der Messe Ambiente angesehen. Die Fälscher konzentrieren sich schon lange nicht mehr nur auf Sonnenbrillen und T-Shirts. Heute wird alles gefälscht, was sich gut verkaufen lässt. Die Nachahmer dringen auch in kleine Marktnischen vor.
Leider betrachten die meisten Unternehmen, das Thema Produktpiraterie als ein Thema der Anderen. Bis dann die ersten Plagiate auftauchen….
Der Schutz vor Produktpiraterie verlangt die Kombination mehrerer Schutzstrategien. Ein Anwalt alleine kann da leider nicht viel ausrichten. Auf meiner Website zeige ich wie ein solches Schutzkonzept aussehen kann: http://www.steinmannconsulting.de