Schon wieder gerät Spielzeug aufgrund bedenklicher Inhaltsstoffe in die Kritik. Eine aktuelle Untersuchung der Zeitschrift „Öko-Test“ hat ergeben, dass bei Puppen, Kindertaschen und anderen Spielzeugen oft nur ein „mangelhaft“ oder „ungenügend“ bescheinigt werden kann.
Untersucht wurden 20 Spielwaren aus deutschen Geschäften. Trauriges Ergebnis: 16-mal „ungenügend“ und 3-mal „mangelhaft“.
Der Untersuchung wurden zu Beginn bereits Hürden auferlegt, so kauften die Tester bewusst Produkte, die „übel riechen“ oder aus „Weich-PVC“ bestehen.
Eine neue Spielzeugrichtlinie soll ab 20.07.2011 in der Europäischen Union für Linderung sorgen. Die Richtlinie gibt an, welchen Sicherheitsanforderungen Spielwaren genügen müssen. Allerdings merkt die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder an “Eltern können sich nicht darauf verlassen, dass das Spielzeug auf dem deutschen Markt sicherer wird“. Ist die Richtlinie also nur ein EU-Papiertiger? Selbst das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hält die Richtlinie für zu weich.
Wer hätte gedacht, dass die Industrie das ganze gelassen sieht und zudem keinen Handlungsbedarf erkennt.
Die Ökotester sind da ganz anderer Meinung. Olyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) bspw. werden als Weichmacher eingesetzt und stehen unter Verdacht Krebs zu erregen. “Ökotest” fand auch im aktuellen Test PAK im Spielzeug.
Eine Qualitätsprüfung scheint hier noch mangelnd zu sein. So sind einige der gesundheitsschädlichen Phthalatweichmacher schon lange in Spielzeugen oder Babyartikeln verboten.
„Ökotest“ hat dennoch Phthalate gefunden – eine Unverschämtheit aus Sicht eines Verbrauchers. Viele Produkte seien laut Zeitschrift daher “nicht verkehrsfähig”!







