Verbraucherpreise – was wird teurer und was günstiger?

480-250-verbraucherpreiseDer Oktober macht es möglich. Gurken wurden laut dem Statistischen Bundesamt im Oktober deutlich günstiger, ebenso Kopf- und Eisbergsalat sowie leichtes Heizöl.

Somit sind laut dem Stat. Bundesamt in Wiesbaden die Lebenshaltungskosten nicht gestiegen sondern verblieben auf dem Niveau des Vorjahresmonats. Doch dieses stabile Preisniveau könnte sich bald ins Gegenteil drehen. Postbank-Chefvolkswirt Marco Bargel prophezeit daher: „In den nächsten Monaten geht es bei den Preisen flott nach oben“. Pünktlich zum Jahresende sehen die Experten daher schon steigende Preise – die Inflationsrate steigt auf ein Prozent.

Teurer wurden im Oktober vor allem PC-Anwendersoftware (ca. 40%), Mietwagen (ca. 20%) oder Honig (ca. 15-20%).

Somit ist dann Schluss mit dem zusätzlichen Verbraucher-Konjunkturprogramm.

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Primärer Grund für die Teuerung werden wohl steigende Energiepreise sein. Kostete Rohöl zu den Höchstpreisen ca. 140 US-Dollar ging der Kurs der letzten 52-Wochen auf ein Tief von 37 US-Dollar, aktuell stehen wir schon wieder bei knapp 80 US-Dollar. Laut dem Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) brachte der Preisverfall bisher ein 25 Milliarden Euro Geschenk für die Bürger. Die Internationale Energieagentur (IEA) sieht den Öl-Preis in den kommenden Jahren daher auch wieder bei 100 US-Dollar. 2030 könnten es laut Berechnungen sogar 190 Dollar sein. So müssen sich Verbraucher in den nächsten 20 Jahren auf eine Verdopplung der Energieausgaben einstellen.

Analyst Thorsten Polleit von Barclays Bank legt noch eines nach: „Die Unternehmen werden versuchen, höhere Kosten auf ihre Kunden abzuwälzen, indem sie ihre Produkte und Dienstleistungen verteuern“. „Für den Einzelhandel brechen härtere Zeiten an“, sagt Postbank-Chefvolkswirt Bargel, der für 2010 Teuerungsraten von bis zu 1,8 Prozent voraussagt.

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