GEZ – bei diesen drei Buchstaben kommen den meisten von uns nicht gerade die schönsten Erinnerungen hoch. Denn die Gebühreneinzugszentrale hat doch teilweise eher fragwürdige Methoden und Tricks, um an ihr Ziel – Ihre Gebühren – zu kommen. Der Gebührenbeauftragte klopft doch relativ schnell mal an der Türe ignoriert man die netten Zahlungsaufforderungen. Was genau schon alles passiert ist, erfahren Sie hier.
Hintergrund
Seit Januar 1976 werden durch die GEZ die Gebühren für die Landesrundfunkanstalten, wie NDR, SWR etc., eingezogen. Für 2008 wurden Gesamterträge in Höhe von 7.260.483.100,00 Euro ausgewiesen.
Die Werbung der GEZ ist teilweise recht witzig gehalten. Mit welchen Tricks die „Gebühren-Ermittler“ den Schwarz-Sehern auf die Spur kommen wollen, ist doch manchmal etwas fraglich.
Tücke Tagesschau
“Störe ich gerade bei der Tagesschau?” eine freundliche Frage des Mannes, der gerade an der Tür geklingelt hat. Doch es ist eine Fangfrage, denn wie sollte man denn ohne (angemeldeten) Fernseher die Tagesschau sehen?
Umfrage Fernsehsendungen
In die gleiche Schiene fällt auch die Beantwortung von ein oder zwei kurzen Fragen zu Ihrem Fernsehverhalten oder aktuellen anderen Fernsehsendungen. Haben Sie hierzu Antworten parat geraten Sie ebenfalls schnell in Verdacht.
Anmeldequoten
Anmeldequote ins Verhältnis zur Bewohneranzahl einer Strasse oder eines Wohngebäudes gesetzt und schon kann man schnell sehen, ob das Verhältnis stimmt. Eine sehr vage Vermutung aber durchaus praktiziert.
Gekaufte Adressen
Adresskauf ist auch für die GEZ möglich. Wählt diese bspw. beim Adresseinkauf aus, dass das Merkmal für „Abonnement Programmzeitschrift“ positiv sein soll, kann auf diesem Weg auch ein Abgleich stattfinden. Oder haben Sie an einem TV-Quiz teilgenommen – auch hier Vorsicht, wem Sie wann Ihre Daten überlassen. Selbst die Bestellung eines Radios im Internet könnte die GEZ so auf ihre „Spur lenken“.
Fernsehzeitschrift – schon gelesen
Seien Sie daher auch auf der Hut, wenn Ihnen an der Haustür ein Probeabo für eine TV-Zeitschrift verspricht. Entweder versteckt sich ein GEZ-Mitarbeiter hinter Ihrem Gegenüber oder Sie tappen in eine Abofalle.
Umgezogen – Pech gehabt
Sind Sie gerade umgezogen geraten Sie natürlich unter Generalverdacht. Die GEZ bezieht bei den Einwohnermeldeämtern über die Melderegister aktuellste Informationen. Also auf diese Weise können Sie den Fahndern nicht „entwischen“.
Angepeilt, abgerechnet
Die Mär vom Peilwagen hält sich ebenfalls hartnäckig. Die grauen Wagen sind mit dem „GEZ-Peilsender“ ausgestattet und scannen die Fernseher in ihrer Umgebung. Nein hierbei handelt es sich um ein Fahrzeug der Regulierungsbehörde – Zweck ist das Aufspüren von Magnetfeldern.
Hausdurchsuchung
Gerne spielen die GEZ-Fahnder den Grossen und Starken und denken Sie unterstünden direkt der Polizei. Dabei verlangen sie ganz unverfroren Einlass oder drohen mit einer Hausdurchsuchung. Hierzu haben Sie allerdings kein Recht.
Reingeschaut, ausgespäht
Und einfach durchs Fenster schauen gilt das denn als Beweis, dass ein Fernsehgerät angeschlossen ist? Nicht unbedingt, denn es könnte ja auch lediglich an die Spielkonsole der Kinder angeschlossen sein.
Der Heizungsableser
Kommt Ihnen auch komisch vor, wenn jemand einfach klingelt und mal schnell die Heizung ablesen will? Hier ist immer Vorsicht geboten, denn entweder will der nette Herr schauen, ob Sie einen Fernseher besitzen oder noch schlimmer man vergewissert sich über die vorhandenen Wertgegenstände bei Ihnen. Der Heizungsableser kündigt sich zudem in der Regel vorher an.
Also Vorsicht ist immer geboten, wenn Sie sich an der Türe oder schriftlich äußern sind Sie zur Wahrheit verpflichtet. Ansonsten machen Sie sich strafbar. Besser spät anmelden als nie!







