Fünf dreiste Betrugsmaschen

handschellenDreist, dreister etc. – heutzutage sollte es eigentlich mehrere Steigerungsformen für das Wort „dreist“ geben. Denn die Methoden mit denen Betrüger versuchen an Ihr Geld zu kommen werden zunehmend raffinierter.

Herr Kaiser von der Sparkasse

Personalabbau? Wo denken Sie hin! Die Banken scheinen ihr Personal vielmehr aufzustocken, den vielen Fällen von Betrügereien zu urteilen. Als Bankangestellte oder Mitarbeiter vom lokalen Finanzamt geben sich die Unbekannten am Telefon aus und teilen dem potenziellen Opfer mit, dass die Bank kurz vor der Pleite steht – verbunden mit der Aufforderung doch alles Geld schnell abzuheben. Die Masche zielt ferner oft auf Senioren ab. Die Ahnungslosen und Verunsicherten gehen dann häufig direkt zu Ihrer Bank und folgen der Anweisung alle Ersparnisse abzuheben. Der gute alte Sparstrumpf erlebt dann zu Hause eine Renaissance und die Leute verstecken das Geld im Schrank, unter dem Kopfkissen oder anderen bekannten Verstecken. Im Anschluss ist dann zufällig das Ablesen des Stromzählers oder eine Reparatur an der Heizung notwendig, und die Diebe verschaffen sich so Zugang zur Wohnung des Opfers. Fragen Sie im Zweifel daher direkt beim Vermieter, der Hausverwaltung oder den Behörden nach, bevor sie jemand in die Wohnung lassen.

Fische im Posteingang

So genannte Phishing-Mails haben in den letzten Monaten zusätzlich zum normalen SPAM-Aufkommen drastisch zugenommen. In diesen täuschend echt aussehenden Mails von Banken, Behörden oder anderen Institutionen wird der Nutzer aufgefordert, einen Link anzuklicken, um bspw. seine Kontodaten zu verifizieren. In Wirklichkeit versuchen die Betrüger so, an die persönlichen Daten des Opfers heranzukommen. Klicken Sie daher niemals auf einen solchen Link. Die Banken warnen die Nutzer ebenfalls oft eindringlich davor, dass Mitarbeiter weder telefonisch oder per E-Mail Kontodaten abfragen. Melden Sie eine solche elektronische Attacke direkt Ihrem Geldinstitut.

Noch mehr E-Mails

Einen Absender zu fälschen ist heutzutage nicht das größte Problem. So kommt unverhofft Post von einem Bekannten oder Freund; verbunden mit der Bitte, ihm ganz dringend Geld zu überweisen, da Geldbeutel und sonstige Dokumente verloren wurden. Interessanterweise sind auch alle Kommunikationswege nicht mehr verfügbar und der einzeige Weg sei die E-Mail. Ihre Freunde und Bekannte werden wohl kaum per E-Mail nach einem dubiosen Geldtransfer fragen. Am besten wandern diese E-Mails direkt in den Papierkorb.

Der Lottogewinn

Wer würde sich da nicht freuen – ein vermeintlich hoher Lottogewinn winkt per E-Mail oder Telefon ins Haus. Allerdings wunder man sich dann sehr schnell bei den Konditionen, dass eine Gebühr fällig ist, um den Gewinn zu bekommen. Daher sollte man sich immer genau überlegen, ob man überhaupt an einem Gewinnspiel teilgenommen hat. Beim Lotto 6 aus 49 liegt die Wahrscheinlichkeit auf einen Sechser im Lotto bei 13.983.816 – also ca. 1:14 Millionen.

Gewichtsverlust im Schlaf

Sie denken, Ihr Body-Maß-Index ist nicht optimal und da kommt Ihnen die Werbung, Gewicht im Schlaf zu verlieren gerade recht? Vorsicht! Glauben Sie nicht an Wunder. Heil versprechende E-Mails, die Ihnen Medikamente, Cremes oder sonstige Mittel verkaufen möchten und einen Gewichtsverlust von x Kilo in kürzester Zeit suggerieren, halten meistens nicht, was sie versprechen. Überlegen Sie sich daher, ob Sie nicht mal wieder ins Schwimmbad gehen, Joggen oder etwas Obst statt der Schokolade zu sich zu nehmen – dies schont zudem Ihren Geldbeutel.

Hier einige Fragestellungen, die Ihnen helfen können, den Betrügern nicht auf den Leim zu gehen.

  • Wurde mir das Angebot unaufgefordert zu gesendet?
  • Warum muss ich unbedingt heute noch antworten? Warum die Eile?
  • Muss ich etwas kaufen oder bestellen, um einen Preis zu gewinnen?
  • Ist eine etwaige Rufnummer kostenfrei oder eine teure Service-Nummer?
  • Werde ich nach meinen Bankdaten gefragt?
  • Ist das Angebot vertrauenswürdig?
  • Gibt mir der Gegenüber bereitwillig seine Kontaktdaten und der Firma?

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