Die beliebtesten Reiseziele der Deutschen liegen nach wie vor in Europa. In Zeiten knapper Urlaubsbudgets überlegt man sich vielleicht doch einmal, ob man in diesen Ländern wirklich etwas für seinen Euro bekommt.
Der aktuelle Kaufkraftvergleich des Statistischen Bundesamtes zeigt es deutlich – Europa, insbesondere die nordischen Länder, sind alles andere als günstig. Für einen Euro bekommt man dort oft weniger als im eigenen Land.
Die Erhebung zeigt, dass man bspw. in Ägypten für einen Euro circa 30 Prozent mehr erhält als in Deutschland. Doch muss man nicht unbedingt in die Ferne schweifen, denn selbst bei unseren Nachbarn in Polen ist der Euro noch knapp ein Drittel mehr wert. Weiterhin interessant sind in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis ebenfalls andere Länder Osteuropas wie Rumänien, Ungarn oder die Tschechische Republik.
Wer dennoch lieber Urlaub in der Ferne macht sollte sich überlegen, ob der Oman, Namibia, Tunesien oder Mexiko einen Besuch wert sind.
Asien-Reisende schätzen die Region oft aufgrund ihres Preisgefüges. Vor allem Thailand oder Indonesien sind ist hier eine Reise lohnend. Wer unbedingt in die Karibik möchte hat in Trinidad und Tobago gemessen an der Kaufkraft des Euro dort noch relativ günstig Gelegenheit; wenn auch der Vergleich April/Mai 2009 mit dem Jahresdurchschnitt 2008 einen leichten Abfall um fünf Prozent feststellen lässt.
Ebenfalls positiv haben sich Reisen in die USA oder Großbritannien entwickelt. Hat der Bankenverband für 1999 noch festgestellt, dass man in den USA für einen Euro lediglich Waren im Wert von 0,87 Euro bekommt, hat sich das Blatt zuletzt gewendet.
Zur Erklärung der Berechnungsmethode – der Vergleich der Kaufkraft zwischen dem In- und Ausland bezieht das jeweilige Preisniveau sowie beim Umtausch in andere, lokale Währungen anfallende Wechselkurse ein. Nicht explizit berücksichtigt wird jedoch die Inflation, welche die Kaufkraft sowohl positiv als auch negativ beeinflussen kann.
Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland, Stand Mai 2009
Quellen:Statistisches Bundesamt, Bundesverband Deutscher Banken







