Schuldneratlas 2009 – weniger Deutsche in der Schulden-Falle

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Die Finanzkrise hat so ziemlich jeden in verschiedenster Form getroffen. Dennoch ist die Zahl der überschuldeten Verbraucher 2009 in Deutschland zurückgegangen. Dies geht aus dem von Creditreform veröffentlichten « Schuldneratlas » hervor.

Die Zahl derer, die ihren Zahlungen nicht nachkommen konnten sank um 680.000. Somit beläuft sich die Zahl der Erwachsenen (über 18-Jährige), die mehr ausgeben als einnehmen auf knapp 6,2 Millionen. Die Schuldnerquote sank damit von 10,1 auf 9.1 Prozent berichtet Creditreform-Vorstand Helmut Rödl.

Umgerechnet bedeutet dies, dass jeder elfte von uns überschuldet ist. Gründe für den Rückgang werden im stabilen Arbeitsmarkt, der niedrigen Inflationsrate und dem Konsumverzicht gesehen. Die Finanzkrise ist dank der Ausweitung der Kurzarbeit bisher nicht allzu stark auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen – normalerweise der Hauptgrund für steigende Überschuldung.

Ost- und Westdeutschland haben sich bezüglich der Quoten weiter angeglichen.

Ohne Berlin liegt die Quote in den neuen Ländern bei 9,08 Prozent. Somit gelten 1,03 Millionen Ostdeutsche als überschuldet. Im Westen sind es absolut 5,16 Millionen Personen – also eine Quote von 9,10 Prozent.

Grund zur Freude gibt es dennoch kaum, denn so vermutet Creditreform, dass die Überschuldung künftig durch steigende Arbeitslosigkeit und stagnierende Realeinkommen wieder anziehen wird.

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Quelle : rf/Creditreform

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