Ausbildung : so sparen Großeltern für die Enkel

Bildung sollte nichts kosten. Selbst wenn jedoch etwa keine Studiengebühren anfallen braucht das Kind Geld – Lebensunterhalt und sonstige Kosten fallen da erheblich ins Gewicht. So kann Studium, das in der Regel fünf Jahre dauert, schon einmal circa 50.000 Euro kosten. Woher nehmen, wenn nicht stehlen ? Die Antwort lautet : sparen und zwar je früher desto besser.

Oma und Opa sind ja normalerweise gerne bereit, ihren Enkeln finanziell unter die Arme zu greifen. Damit dies aber nicht zum finanziellen Risiko wird, sollte ein Sparplan schon bei Geburt des Kindes angesetzt werden.

Rechenbeispiel : werden monatlich 100 Euro gespart und dies über 20 Jahre hinweg mit einem (Nachsteuer-) Zins von drei Prozent so haben sich am Ende der Laufzeit schon ca. 33.000 Euro auf dem Konto des Enkel.

Wie soll das Geld aber angelegt werden ? Die Zeitschrift « Test » hat in ihrer Oktober-Ausgabe hierzu einen Artikel verfasst. Hier die « Test »-Tipps zusammengefasst.

Aktien

  • Bei einem Anlagehorizont von mehr als 20 Jahren können Sie beruhigt zu Aktien greifen
  • Aber immer das Börsenumfeld im Blick behalten – ist der richtige Zeitpunkt gekommen und Sie haben einen guten Gewinn gemacht – aussteigen und das Geld in andere nicht riskante Anlageformen investieren (Tagesgeld, Festgeld)

Policen fürs Studium

  • Policen gibt es scheinbar für jede Lebenslage so auch für den Nachwuchs
  • Laut « Test » sind diese aber weniger sinnvoll, da bei diesen Versicherungen der Wasserkopf in Form von Provisionen und Verwaltung die Rendite verschlingt
  • Risikolebensversicherung ist besser, wenn unbedingt ein Versicherungsschutz gewünscht ist, einen Teil jedoch in Sparplan anlegen

Steuern

  • Wenn die Steuern nicht wären, behielten wir 100 Prozent
  • Berücksichtigen Sie daher die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent zzgl. Soli und Kirchensteuer
  • Sparerfreibetrag : läuft die Anlage auf Ihren Namen ist der Sparerfreibetrag (801 Euro bzw. 1602 für Ehepaare) schnell aufgebraucht (Sie haben sicher selbst noch eine Geldanlage)
  • Daher : Sparplan auf den Namen des Kindes abschließen
  • Vorsicht : die Regeln hier sind streng – keine Abhebungen für sich selbst tätigen, am besten alles ordnungsgemäß sauber führen
  • Minderjährige Kinder erhalten zudem den Grundfreibetrag (2009 : 7834 Euro sind steuerfrei zzgl. Sonderausgabenpauschale und Sparerfreibetrag bleiben so 8671 Euro !)
  • Zinseinkünfte : höher als 4320 Euro pro Jahr verliert das Kind die beitragsfreie Mitversicherung in der Krankenkasse der Eltern,
  • Kindergeld : ab 7680 Euro wird zudem kein Kindergeld mehr gezahlt

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