Die besten Investitionen seit dem Lehman-Crash

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Angefangen hat es mehr oder weniger mit einer Bank: Lehman Brothers. Vor gut einem Jahr löste die Pleite der damals so bewunderten Bank einen der größten Erdrutsche an den Finanzmärkten aus, die wir in jüngster Zeit zu spüren bekommen haben. Doch was hat sich geändert seitdem? Wo gibt es noch Geld zu verdienen? Welche Anlagen haben seitdem gewonnen, welche verloren?

Stellen Sie sich vor es ist Hausse und alle laufen wie die Lemminge den steigenden Kursen hinterher. Bei Meldungen wie „China: Warren Buffett gewinnt 600% in 12 Monaten” kann man schon leicht ins Grübeln kommen, ob denn nach wie vor alles noch beim alten ist. Haben wir aus der Krise nichts gelernt? Sicher sind solche Meldungen eher die Ausnahme. Sie zeigen jedoch, dass es nach wie vor auf den Märkten viel Geld zu verdienen gibt. Die einstigen Trends wie BRIC (Brasilien, Russland, Indien, China) sind wieder in Mode gekommen. Doch diese Märkte stehen damit nicht alleine wieder im Rampenlicht der Investoren. Die meisten anderen sog. Emerging Markets (Schwellenländer) haben zumindest an den Aktienmärkten wieder zu alter Stärke gefunden. Selbst der Ölpreis, den viele aufgrund der sinkenden Exporte und Industrieausgaben schon am Versiegen sahen, macht sich stramm wieder Richtung Plus auf. Aktuell notiert bspw. Rohöl der Sorte WTI schon wieder bei 71 US-Dollar. Das 52-Wochen-Tief lag bei 37 US-Dollar und damit hätten Sie seitdem gute 90 Prozent Gewinn gemacht.

Schauen wir uns die Banken an. Wurden Sie nicht gerade verstaatlicht oder aufgekauft notieren hiesige Bankentitel ebenso wie ausländische wieder auf gutem Niveau. Dem Sog konnte sich damals keine Bank entziehen. Allerdings bei Kursen von aktuell 50 Euro je Aktie gegenüber gut 15 Euro (52-Wochen-Tief) lässt einen doch staunen. Die Kurse überschlagen sich förmlich vor Freude. Auch die Investmentsparten der Banken sind wieder auf Kurs und verbuchen kräftige Gewinne mit diversen Spekulationsgeschäften. Und der Geldmarkt hilft dabei gerne mit, sind die Zinsen doch aktuell auf dem niedrigsten Stand seit Jahren. Der kleine Mann hingegen bekommt gerade für Tagesgeldkonten im besten Fall 2,5 Prozent – und das natürlich streng begrenzt und mit diversen Ausnahmen. In der Regel liegen die Renditen hier noch mal gut ein Prozent niedriger. War denn alles gar nicht so schlimm? Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein meinte zumindest kürzlich: „Das schlimmste liegt hinter uns, es gibt allen Grund optimistisch zu sein“.

Dem DAX geht es mittlerweile ebenfalls wieder gut. Performance seit dem 52-Wochen-Tief Anfang März diesen Jahres ca. 60 Prozent. Allerdings konnte er die Verluste seit der Lehman-Pleite noch nicht aufholen und liegt noch gute zehn Prozent im Minus.

Die Aktien der Schwellenländer konnten seit Mitte September letzten Jahres ordentlich zulegen. Chinas Aktienindex, der die Aktien abbildet die in lokaler Währung Renminbi gehandelt werden, konnte so circa 47 Prozent zulegen. Taiwans Aktienindex markierte ebenfalls neue Höhen. Und beim Jakartas Composite Index wäre man mit einem Plus von 36 Prozent sicher auch gerne mit von der Partie gewesen. Noch einige hundert Zähler und wir erklimmen dort neue Allzeithochs.

Schauen wir uns die Rohstoffe an erkennen wir, dass neben dem bereits erwähnten Rohöl auch die anderen „Commodities“ nachgezogen haben. Der Zuckerpreis zeigt uns deutlich, was eine Steilvorlage ist – knapp 70 Prozent Gewinn. Hätten Sie Ihr Geld in Kaffee investiert wären Sie heute um fast keinen Euro reicher oder ärmer.

Edelmetalle wie Platin, Silber und Gold mussten von September 2008 bis zu Ihren Tiefs einige Federn lassen. Die verhinderte jedoch nicht, dass diese heute besser stehen als noch vor der Krise. Die Anleger lieben nach dem Vertrauensverlust in Ihre Bankiers und Berater harte Währungen. Und wer einen Barren Gold zu Hause oder auf der Bank hat, konnte seinen Wert bspw. um ein Drittel steigern. Somit macht Gold seiner Eigenschaft als „Anti-Krisen-Investment“ alle Ehre.

Wie sehr es auf den richtigen Zeitpunkt für den Einstieg ankommt sehen Sie anhand der Grafik. Vergleichen Sie einfach die Performance für ein Jahr mit derjenigen, falls Sie zum Jahresbeginn investiert haben.

Aktuelle Indizes und interaktive Charts

Wertentwicklung ausgewählter Indizes und Werte
Inde / Wert / Rohstoffe     Performance seit Lehman-Pleite*     Performance seit 01.01.2009
Zucker     +70%     +110%
Rohöl     -23%     +92%
Indonesien     +36%     +81%
Silber     +60%     +62%
Brasilien     +16%     +62%
Commerbank     -50%     +32%
Kaffee     -1%     +27%
DAX     -10%     +19%
Frankreich     -12%     +19%
Japan     -14%     +19%
Gold     +29%     +17%
Schweiz     -12%     +14%
Dow Jones     -14%     +11%

* Mitte September 2008

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