Haben Sie als kleines Kind nicht auch schon im Sandkasten oder an anderen Orten nach Gold gesucht? Gold fasziniert fast jeden von uns. Gold gilt bei vielen zudem als inflationssichere Anlage. Mit den verschiedenen Anlagetypen können Sie direkt oder indirekt am Goldpreis partizipieren. Doch Vorsicht denn das Risiko ist mitunter sehr hoch. Welche Anlagetypen es gibt, um in Gold investiert zu sein erfahren Sie hier.
Investieren Sie in Gold müssen Sie standhaft sein und ein Auf und Ab von mehr als 50 Prozent verkraften können.
Zertifikate
Wird der Goldpreis Ihrer Meinung nach stark steigen oder fallen dann sind Sie vielleicht an Zertifikaten interessiert. Hiermit spekulieren Sie auf den Preis des Edelmetalls – und das oft günstiger als mit einem Fonds. Exchange Traded Commodities (kurz: ETCs) sind eine relativ neue Anlageform und ähnlich den Exchange Traded Funds (ETFs) ein Mix zwischen Zertifikat und Fonds – in unserem Fall sollen diese den Goldpreis abbilden. Gehandelt werden können diese Zertifikate an der Börse. ETCs auf Gold gibt es von einigen Gesellschaften wie UBS, Deutsche Börse Commodities oder Lyxor. Den Xetra-Gold der Deutschen Börse Commodities bspw. gibt es seit Ende 2007 als “open end” (ohne feste Laufzeit) mit einer aktuellen Performance von ca. 25 Prozent plus. Die Deutsche Börse Commodities erwirbt hierbei echtes Gold und ein Anteilsschein verbrieft eine entsprechende Menge Gold. Aber Vorsicht ist auch hier geboten, denn geht der Emittent Pleite verlieren Sie ihr Geld.
Weitere Zertifikatetypen um am Goldpreis zu verdienen sind bspw. Goldpreiszertifikate. Diese bilden den Goldpreis direkt ab und funktionieren wie ein Indexzertifikat.
Discountzertifikate gibt es ebenfalls auf den Goldpreis. Hier bekommt der Anleger einen „Rabatt“ auf den Goldpreis. Dieser dient somit als kleiner Puffer bei Kursrückschlägen. Allerdings lassen sich die Emittenten das natürlich auch kosten – der Gewinn ist gedeckelt. Bonuszertifikate können empfehlenswert sein, wenn sich der Goldpreis eher seitwärts entwickelt und keine allzu großen Ausschläge zu erwarten sind. Der mögliche Endgewinn zum Ende der Laufzeit ist hierbei die Bonuszahlung „erkennbar“. Zertifikate mit Hebeln bergen für Nicht-Profis größere Risiken, Totalverlust eingeschlossen. Die Gewinnchancen sind im Gegenzug ebenfalls höher. Über den Hebeleffekt vervielfachen sich entweder Gewinn oder Verlust. Mit Hebelzertifikaten haben Sie größere Chancen, wenn Sie eine Vorstellung davon (glauben zu) haben, wo der Goldpreis in ein paar Monaten stehen wird. Aufgrund der Eigenschaften von Zertifikaten können Sie auch hier sowohl von einem steigenden als auch einem sinkenden Goldpreis profitieren (Call/Put).
Goldminenfonds
Mit Fonds können Sie direkt in Goldminen investieren. Hier spielt es wie bei anderen Unternehmen eine Rolle, ob die Mine als Unternehmen erfolgreich, sprich profitabel, arbeitet. Goldminen sind teilweise explosive Gemische, denn der vermeintliche Inflationsschutz, den der Anleger sich wünscht, ist hier nicht gegeben. Sinken Fördermenge oder andere Komponenten kann der Preis eines Goldminenfonds sehr stark wanken – also Vorsicht. Werden allerdings neue Fördervorkommen entdeckt kann der Kurs natürlich auch nach oben schnellen. Vorteil – auch bei stagnierendem Goldpreis kann der Aktienkurs von Minenaktien nach oben steigen.
Goldfonds ohne Gold
Der DWS Gold Plus bietet Anlegern einen Fonds, der nicht in echte Goldbarren investiert sondern in Edelmetallkonten und Anleihen. Die Performance über 10 Jahren kann sich mit +180% sehen lassen.
Also bleibt Ihnen auch beim Investment in Gold die Qual der Wahl; durch die große Auswahl bietet sich jedoch für jeden Anlegertyp die passende Mischung.








Hallo
Danke für diesen interessanten Beitrag!
Generell würde ich es so sehen, dass man mit Edelmetallanlagen nicht
so viel verkehrt machen kann wie etwa mit Aktien, wo es oftmals ein Glücksspiel ist, was man am Ende dabei
rausbekommt. Auch wenn die Rendite bei Edelmetallen wie Gold oder Platin klein(er) ist – gegeben ist sie auf jeden Fall.
Aber das ist denke ich auch ein Stückweit Geschmacks- und Persönlichkeitssache
Grüße
Konstantin