iPad als „Laptop-Killer“ gelobt, erste Testberichte

Das iPad steht in den Startlöchern und der Verkaufsstart in den nächsten Tagen bevor. Schafft es Apple wieder einen Meilenstein in Sachen Bedienungsfreundlichkeit und Innovation zu setzen wie mit iPod und iPhone zuvor?

Die Erste Einschätzung von IT-Experten lautet „ja“. Die Experten konnten das iPad nun ausgiebiger testen und sind begeistert.

Walter Mossberg vom „Wall Street Journal“ gibt sich euphorisch; das iPad sei „nah dran“, ein echter Laptop-Killer zu sein. Es sei „eine Freunde, es zu benutzen“, und er habe „weniger und weniger Lust“, seine schwereren Notebooks zu öffnen. Die Ansicht, dass das Gerät ein überdimensionierter iPod oder iPhone sei, teilt er nicht: „Es ist ein ganz neuer Computertyp mit simpler Bedienung.“

Akku-Leistung satt

Mehr Leistung als versprochen. Das kennt man gerade im Notebook-Segment eher unter negativen Vorzeichen – tolle Laufzeit versprochen, aber nicht gehalten. Beim iPad sei das anders. Unter Volllast konnte Mossberg elf Stunden und 28 Minuten durcharbeiten, Video schauen, etc. Das sind 15 Prozent mehr als Apple prophezeit hat.

Andere Experten wie David Pogue von der „New York Times“ gehen das ganze etwas nüchterner an: „Der iPad ist grundsätzlich ein großer iPod touch.“

Trotzdem gestehen Sie ein, dass das Gerät „ein komplett anderes Erlebnis biete“. „Die simple Tatsache, dass der Multitouch-Bildschirm größer ist, verändert alles“, so der IT-Experte. Auch Pogue stuft das iPad als neue Gerätekategorie ein – es sei schnell und leicht, der Bildschirm hell und die Software einfach zu bedienen.

Technische Unzulänglichkeiten trüben das Vergnügen

Ohne Mängel kommt das Gerät aber nicht daher. So fehlen etwa ein USB-Anschluss und eine Webcam. Die Möglichkeit des gleichzeitigen Betriebs mehrerer Anwendungen (Multitasking) sucht man ebenfalls vergeben. Sehr grobe Schnitzer, wenn dies bereits bei den Netbooks zum Minimalstandard gehört. Mossberg findet noch mehr: Beim integrierten E-Mail-Programm können keine lokalen Ordner angelegt werden – für die Bewältigung der E-Mailflut nicht gerade hilfreich. Der Browser beherrsche zudem keine Tabs. An die hat sich nun jeder Nutzer schon gewöhnt. Bekannt ist ebenfalls, dass die Flash-Technologie nicht unterstützt  werde. Videos auf vielen Portalen und Websites müssen so draußen bleiben.

iPad als E-Book-Reader

Für E-Book-Fans gibt es scheinbar bessere Alternativen. „Es ist viel schwerer als der Kindle und die meisten Leuten werden zwei Hände brauchen, um es zu benutzen“, so IT-Experte Mossberg.

iPad – für wen eignet es sich?

Ob sich das iPad für Sie eignet, hängt von Ihrem Nutzungsverhalten ab. Für Internetsurfer, Online-Netzwerker, E-Mailer, Videoschauer und Musikliebhaber ist das Gerät gut, so das „Wall Street Journal“.

Lange Texte damit zu tippen kann jedoch aufgrund der Touchscreen-Tastatur mühselig werden.

Fazit zieht die „New York Times“, so sei das iPad „ein perfektes Gerät für Technikfremde, Alte und Junge“. Überdies sei es im Vergleich zu einem Notebook „unendlich viel bequemer“, mit dem iPad Videos, Fotos oder Musik zu konsumieren.

Offiziell erhältlich ist das Gerät laut Apple ab 3. April (USA). Die 221 Ladengeschäfte des Unternehmens öffnen am Samstag um 9 Uhr lokaler Zeit ihre Pforten. Der große Run ist trotz aller technischen Unzulänglichkeiten vorprogrammiert.

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