Steuer-CD: Staat rechnet mit Milliardenbetrag

11.000. Das ist die eindrucksvolle Zahl derer die sich im Zuge des Ankaufs der Schweizer Steuer-CD selbst angezeigt haben.

Die Deutsche Steuergewerkschaft rechnet vor, dass sich der Kauf mehr als gelohnt hat. So könnten bis zu einer Milliarde Euro in die Staatskassen fließen.

Für die erste CD mit 1400 Datensätzen wurden 2,5 Millionen Euro bezahlt – durch die Selbstanzeigen wird es aber zu Nachzahlungen im Umfang von schätzungsweise über einer Milliarde Euro kommen”, so Dieter Ondracek Chef der Deutschen Steuergewerkschaft gegenüber der “Bild”-Zeitung.

Die Welle der Anzeigen ebbt allerdings gerade etwas ab – so kamen vergangene Woche lediglich 170 Selbstanzeigen hinzu. In der Woche zuvor waren es 700 – pro Tag.

Spitzenreiter ist laut den Finanzministerien der Länder Baden-Württemberg mit 2966 registrierten Fällen. Die erfuhr das Magazin „Focus“.

Der Druck auf die Steuersünder wächst. Der Ermittlungsdruck der Fahnder soll

künftig zudem erhöht werden und mehr und mehr Privathäuser von Steuerbeamten durchsucht werden. “Jeder soll wissen, dass es auch ihn treffen kann”, sagte Ondracek dem “Focus”.

Die Wogen zwischen Deutschen und Schweizer Politikern scheint sich etwas zu glätten. So haben vor einigen Tagen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und sein Schweizer Amtskollege Hans-Rudolf Merz ein neues Steuerabkommen zwischen beiden Ländern dargelegt. Die beiden Länder arbeiten eng zusammen, um alle noch bestehenden Probleme zu lösen.

Das dickste Problem besteht in der Rückführung von Altvermögen (unversteuertes Geld von Altanlegern). Schätzungen gehen von 100.000 Deutschen mit einem Vermögen von insgesamt mehr als 20 Milliarden Euro aus.

Kommentar schreiben

INFOS