Selbstanzeige ist aktuell sehr beliebt. Aus Furcht vor der ominösen CD mit Daten von Steuerflüchtigen zeigen sich immer mehr Deutsche vorsichtshalber selbst an. Denn wenn die Steuerfahndung erst einmal klingelt ist es zu spät.
Laut der „Süddeutschen Zeitung“ wird es bald eng für gut 1.500 Deutsche, die Ihr Geld vorbei am Fiskus in die Schweiz geschafft haben oder es dort heimlich arbeiten lassen. Denn noch im Februar soll eine „Sonderkommission der Steuerfahnder“ aus Wuppertal-Barmen mit der Arbeit beginnen und die Daten auswerten.
Bereits vor drei Jahren war eine Datei mit Daten von Steuersündern aufgetaucht und gekauft worden. Die damals beauftragte Staatsanwaltschaft kommt allerdings der Abarbeitung der Fälle nicht nach, denn es seien wohl immer noch nicht alle Daten ausgewertet. Nun soll laut „SZ“ die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Düsseldorf sich der aktuellen Angelegenheit annehmen.
Und es geht noch weiter. 7 Millionen Euro soll laut „Focus“ eine neue CD bringen, die dem Land Baden-Württemberg angeboten wurde. Damit wäre man bei gut 407 Millionen Euro, die der Fiskus einnehmen könnte, wenn alles aufgeklärt wird.
Der Staat kann sich zudem über den psychologischen Effekt freuen, denn so gingen in den letzten Wochen mehr als 400 Meldungen von reumütigen Sündern bei den Finanzämtern ein. In Zeiten klammer Kassen sicherlich ein willkommenes Geschenk.
Was halten Sie vom Ankauf von CDs mit Steuerdaten? Ist der Staat berechtigt? Sind die Verkäufer auch Kriminelle? Kann man überhaupt legal an solche Informationen kommen?







