Der Aufschrei war groß. Verlangen doch einige Institute für das Abheben an fremden Automaten saftige Gebühren. Jetzt schaltet sich der Bundestag in die Debatte ein.
FDP-Politiker Hans-Michael Goldmann, Vorsitzender des Verbraucherschutz-Ausschusses, plant ein Gespräch mit Vertretern von Banken und Sparkassen. Sein Büro bestätigte damit einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Es solle nun geklärt werden, wie die Gebühren zustande kommen.
„Die Entwicklung ist so schlimm, so gewinnen die Banken kein Vertrauen zurück“, so Goldmann in der «Bild»-Zeitung. „Der Kunde muss besser vor Abzocke geschützt werden.“
Eine Idee sei eine gütliche Einigung, indem auf freiwilliger Basis eine Vereinbarung zur Begrenzung der Gebühren getroffen werde. Zu dem Gespräch sind insbesondere die Sparkassen eingeladen – sind sie doch besonders betroffen aufgrund des Betriebs des großen Geldautomaten-Netzes.
Eine Studie der FMH-Finanzberatung hatte ergeben, dass die Gebühren für Fremdabhebungen drastisch gestiegen sind. So kostet eine Transaktion aktuell durchschnittlich 5,64 Euro. Teilweise werden auch zehn Euro fällig. Untereinander berechnen sich die Banken für den Service bis zu 20 Euro. Das Problem liegt darin, dass die Direktbanken oft mit dem großen Geldautomaten-Netz werben, welches von anderen Banken unterhalten wird, und sie so versuchen, an Neukunden zu kommen.
Die Gebühren sollten – so eine Idee der Verbraucherschützer –doch besser an den tatsächlichen Kosten orientiert werden. Damit käme man leicht auf unter einen Euro pro Transaktion.







