Riester in der Kritik – wie Lotto spielen

Riester-Rente – klingt gut und hat rund 13 Millionen von uns dazu bewegt einen Riestervertrag abzuschließen. Wer sich damit allerdings erhofft, die private Vorsorge abgedeckt zu haben und sich auf satte Renditen freut – Vorsicht!

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hält Nachbesserungen bei der Rieser-Rente für erforderlich.

Denn selbst für gut informierte sind die Produkte alles andere als leicht verständlich, geschweige denn überschaubar und vergleichbar. In einem aktuellen Gutachten  der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) haben Wissenschafter die Produkte zerlegt und auf Herz und Nieren geprüft. Das Ergebnis für die getesteten Angebote für 45- und 30-jährige Interessenten ist nicht gerade schmeichelhaft: viele Angebote haben Mängel, Angaben zu den Abschluss- und Vertriebskosten oder den Verwaltungsgebühren fehlen. Kosten für den Anbieterwechsel  werden auch gerne mal „nicht erwähnt“.

“Ein passendes Riester-Produkt zu finden, gleicht einem Lotteriespiel”, sagt Gerd Billen, Vorstandsvorsitzender der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Überdies würden die staatlichen Fördergelder oft nicht bei den Riester-Sparern, sondern bei den Anbietern in Form von Provisionen landen. Da ist es schnell aus mit den tollen Zulagen wie bspw. der Grundzulage von 154 Euro pro Jahr – werden diese doch von den Kosten dezimiert.

Laut einem Artikel des „Handelsblatt“ sind „je nach Vertrag sind mehr als 2000 Euro für die Berater drin“.

Der vzbv verlangt daher eine Standardisierung der Produkt- und Kosteninformationen, um es dem Verbraucher einfacher zu machen.

Dass es einer Prüfung bedarf, um die staatlichen Förderungen zweckmäßig einzusetzen wird deutlich – sind ach Angaben des Bundesarbeitsministeriums von 2002 bis Mai 2009 ca. 7,8 Milliarden Euro an staatlichen geflossen.

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