Während Bernhard Madoff seine Strafe von 150 Jahren absitzt, warten die Opfer des Milliarden-Betrügers weiterhin auf Schadensersatz. Daher versteigerten die New Yorker Behörden nun seine Privatsachen. Der Erlös der Auktion – fast eine Million US-Dollar.
170 Stücke umfasste die Auktion, für die sich ca. 2000 Händler und Sammler im noblen Sheraton Hotel in der 7th Avenue (Manhattan) einfanden oder direkt via Internet mit bieten konnten. Viele der Gegenstände wie Luxus-Uhren, Pelzmäntel oder Schmuckstücke wurden nach Angaben des Auktionators Gaston & Sheehan Auctioneers weit über Ihre Schätzwerte verkauft.
So wurde ein 14-Karat Diamant von Ehefrau Ruth Madoff für 70.000 US-Dollar verkauft. Wer bei einer Uhr nicht zum Zuge kam musste aber nicht lange warten. Denn das Angebot umfasste insgesamt circa 50 Uhren. Das gute Stück “Prisoner Watch”, eine 18-Karat-Uhr, verkaufte sich für 65.000 US-Dollar. Ein hochkarätiges Armband wurde auf 1.000 US-Dollar taxiert – den Bietenden war es später dann 3.000 US-Dollar wert.
Alles Güter des täglichen Bedarfs eines Milliardärs, die sich in den Anwesen des Manhattan Penthouse und des Hauses in Montauk finden ließen. Dabei kamen auch einfachere Gegenstände unter den Hammer wie Geschirr, Regenschirme etc. Ein Rettungsring von Bernhard Madoff ging dann für 7.500 US-Dollar weg – geschätzt wurde er auf 160 US-Dollar. Scheint also, dass die Krise bei einigen schon überwunden ist bzw. sie glücklicherweise von ihr verschont blieben.
Seine Opfer wird es freuen zu hören, dass zumindest die Schätzung laut Angaben von Bloomberg insgesamt um fast 100 Prozent übertroffen wurde.
Wer noch nicht genug hat keine Bange – weitere Auktionen sind in Planung. So soll es diese Woche noch drei Boote zu ersteigern geben sowie weitere Besitztümer wie ein Steinway-Flügel oder eine Rolex, die bei der letzten Auktion keinen Käufer fand.







