Milch & Co. – Handel wird Preise stark anheben

480-250-discounterDie gerade beendeten Verhandlungen der Molkereiindustrie hat für Verbraucher nichts Gutes zu bedeuten. So sollen einem Bericht der Lebensmittel-Zeitung die Preise um ca. 20 Prozent erhöht werden..

Betroffen hiervon sind Trinkmilch, Sahne, Quark und Kondensmilch so die Lebensmittel-Zeitung. Ab nächsten Montag muss der Verbraucher daher an der Kasse im Handel voraussichtlich mindestens sechs Cent mehr zahlen.

Butter – wird ebenfalls teurer. Nachdem diese zuletzt erst um 20 Cent gestiegen war (250-Gramm-Päckchen) nun ein erneuter Anstieg. Die Teuerung hier ist allerdings aktuell noch offen – die Verhandlungen hierfür dauern an. Im Gespräch wäre hier allerdings ein Preis auf 99 Cent! Reine Preiskosmetik denn die magische Grenze von “1 Euro” sollte nicht überschritten werden, um keinen Konsumrückgang auszulösen

Aldi, Edeka, Lidl & Co. liefern sich sei seit Monaten harte Preisschlachten um die durch die Finanzkrise gebeutelten Verbaucher in ihre Läden zu locken.

Europäischen Milchbauern hingegen sehen sich eher dem Gegenteil ausgesetzt. Der Handel kann durch seine hohen Einkaufsvolumina kräftig Druck ausüben und so die Preise im Einkauf drücken. Die EU greift Ihnen dabei immer wieder unter die Arme – zuletzt mit 20 Cent pro Liter Milch – der Milchbauernverband (BDM) forderte 40 Cent, um einem Michbauern zumindest die Existenz zu sichern.

Erst vergangene Woche gab es Hoffnung auf Finanzspritzen – das EU-Parlament votierte für eine Hilfe von 300 Millionen Euro für kommendes Jahr.
Zugleich protestierten die Bauern aller Orten und blockierten mehrere Zentrallager der Discounter.

Quelle: Lebensmittel-Zeitung/AFP

5 Kommentare für “Milch & Co. – Handel wird Preise stark anheben”

  1. Jürgen sagt:

    das wurde auch langsam mal Zeit…. meine Kundschaft, die Landwirtschaft und Milchviehwirtschaft kann so auf Dauer nicht überleben. Die Landwirte holen Täglich GELD mit in den Stall !!! Was bedeuten 20% erhöhung bei einem Milchpreis von 42 Cent bei Aldi !! 8Cent je Liter bei 30Liter im Monat also 2,40€, und wer trinkt schon soviel Milch.. das sollte uns die Landwirtschaft wert sein, man sollte nicht vergessen das die Landwirtschaft mit allen anhängenden Geschäftsfeldern und Industrieen einen erheblich Anteil am Bruttoinlandsprodukt …. Ich hoffe für die Landwirtschaft….

  2. Nick sagt:

    Vieviel kostet jetzt u. nach Preiserhoenung 1 L Milch:
    3% , 2%, 1,5% ?
    Die Frage aus Polen.
    Bei uns abchaenging von die Firma entsprechend:
    0,50 Eur, 0,48 Eur, 0,45 Eur Wechselkurs EUR = 4,15 PLN

  3. Flo sagt:

    Die Preise für Milchprodukte sind dadurch immernoch auf einem niedrigen Niveau.
    In dem Artikel ist für mich eine unklare Aussage und zwar folgende:

    “Die EU greift Ihnen dabei immer wieder unter die Arme – zuletzt mit 20 Cent pro Liter Milch – der Milchbauernverband (BDM) forderte 40 Cent, um einem Michbauern zumindest die Existenz zu sichern.”

    Hierzu möchte ich erwähnen, dass die Bauern nicht von der EU 20Cent erhalten, sondern sie erhalten 20 Cent Auszahlung/Liter von den Molkereien.

  4. Bine sagt:

    Ach bitte, wenn zu viel Milch produziert wird, dann muss ein Betieb halt auch mal schließen, oder fördern wir bald auch noch Friseure und Reinigungsfirmen, weil die Produkte zu teuer sind und die Kunden wegbleiben. Wir leben in einer Marktwirtschaft, und wenn wir ehrlich sind, die Rechnung von Jürgen geht nicht auf. Es geht nicht nur um Milch, sondern auch um Käse, Joghurt, Butter…. Soll ich Vegetariar werden, um anderen Menschen einen maroden Betrieb nicht mehr zu finanzieren. Wer das Geld für teuere Milch und ähnliches nicht hat, wird in Zukunft auf den Kauf solcher Produkte verzichten, und haben Sie dann ihr Ziel erreicht?
    Die Förderung der EG ist außerdem wieder einmal auf Zeit begrenzt, was macht Sie, wenn es dann wieder so weit ist und die Förderugn ausläuft., wieder betteln und heulen? Wäre es nicht an der zeit wirtschaftlich zu denken? Wenn ein Unternehmen nichts mehr einbringt, dann muss man es dicht machen und sich eine neue Beschäftigung suchen, so wie wir alle!!

  5. Flo sagt:

    @ Biene
    Das ist ganz so einfach nicht, mit dem marktwirtschaftlichen Gedanken muss ich Ihnen ja Recht geben, jedoch besteht kein fairer Markt zwischen Handel und Bauern! Und ich bin auch gegen die Subventionierung, genauso wie viele Bauern auch!
    Das Problem was ich jedoch in der Schließung eines Landwirtschaftlichen Betriebes sehe ist das die Fläche des Betriebes nich offengehalten wird, und dies wäre in meiner Region (Schwarzwald) fatal für alle die hier Leben und für alle die hier Urlaub machen wollen.

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